
Ein Rucksack voller guter Wünsche
Realschule Hechingen begrüßt ihre neuen Fünftklässler
Ein bisschen Aufregung liegt an diesem Montagnachmittag in der Luft. Im Schulhof der Realschule Hechingen warten die neuen Fünftklässler mit ihren Familien auf den Beginn der Einschulungsfeier. Wer möchte, kann sich zuvor noch einen persönlichen Segen mit auf den Weg geben lassen. Schulseelsorgerin Melanie Fecker kennt viele Kinder bereits beim Namen, fragt nach, ob sie aufgeregt sind, und gibt ihnen Wünsche wie Neugier am Lernen und offene Augen für gute Begegnungen mit. Jedes Kind darf sich außerdem einen Segensspruch auf einer Karte aussuchen – ein kleiner Kraftmoment vor dem Start in einen neuen Lebensabschnitt.
Dann füllt sich die Turnhalle. Eltern, Geschwister und Großeltern sind mitgekommen, um die ehemaligen Grundschüler bei ihrem Neuanfang zu begleiten. Herr Markus Best eröffnet die Feier gemeinsam mit dem Bläserensemble der 6. Klassen. Realschulrektor Stefan Hipp begrüßt die 126 Fünftklässler herzlich und stellt Schulleitung, Stufenleitung und 5 Klassenlehrerteams vor. Die Girls der 6. und 8. Klassen sorgen mit ihrer Turneinlage für Bewegung, bevor erneut die Bläser für den musikalischen Rahmen sorgen.
Beim Ratequizz von Stefan Hipp über die neue Schule zeigen sich die Neulinge noch sehr zurückhaltend. Mutig recken aber dann immer mehr Schüler ihre Hände nach oben.
Dann übernimmt Philipp Fecht. Der frischgebackene zweite Konrektor erzählt von einem Fünftklässler, der seinen neuen Weg beginnt und dem verschiedene Personen immer mehr wundersame Utensilien für seine Zeit an der Realschule mit auf den Weg geben.
Ein Bleistift kommt in den noch fast leeren Rucksack. Mit ihm kann man schreiben, radieren und neu beginnen. Ein blauer Stein erinnert daran, dass Hindernisse zum Weg dazugehören und überwunden werden können. Ein Pflaster steht für die sichtbaren und unsichtbaren Verletzungen, bei denen ein freundliches Wort oder ein offenes Ohr guttun können.
Eine Lupe schenkt Freude am Entdecken und hilft, neugierig auf die neue Umgebung und die Menschen darin zu bleiben. Eine Schnur steht für die Verbindungen, die entstehen: Freundschaften, Gemeinschaft und Zusammenhalt. Denn den Weg durch die Schule muss niemand allein gehen.
Und schließlich gehört noch etwas Entscheidendes in den Rucksack: man selbst – mit den eigenen Fragen, Ideen, Stärken, Schwächen und dem eigenen Humor.
Damit gibt Philipp Fecht den neuen Fünftklässlern mehr mit als gute Wünsche: Mut, Neugier, Durchhaltevermögen und die Gewissheit, dass man nicht alles von Anfang an können muss. Man darf fragen, Fehler machen, neu beginnen und gemeinsam wachsen.
Das letzte Wort hat Klassensprecherin Mia Hipp aus der Klasse 9c. Sie stellt die Aktionen der SMV vor und wünscht den Neuen, dass sie sich schnell einleben, viel Freude an ihrer neuen Schule haben und zahlreiche Freundschaften schließen.
Während die Fünftklässler anschließend ihre neuen Klassenzimmer kennenlernen, können sich die Eltern bei Kaffee und Kuchen austauschen. Die Bewirtung übernehmen die Eltern der sechsten Klassen unter der Schirmherrschaft des Schulfördervereins. Eine anschließende Informationsrunde der Schulleitung zu den Klassenpflegschaftsabenden, dem Realschulkonzept, der individuellen Förderung und der Einführungswoche runden den gelungenen Nachmittag ab.